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Richtiger müßte es statt Verein, Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden Bergen-Enkheims heißen. Jedenfalls dann, wenn man die Zielsetzung seiner Mitglieder beschreiben will. Nach § 2 der Vereinssatzung, bezweckt dieser, nach den Grundsätzen der Freiwilligkeit und der Solidarität die Pflege des Kulturlebens, die Erhaltung der traditionellen Stadtteilstruktur, die Verhinderung der verkehrsmäßigen Isolierung Bergen-Enkheims, die Erhaltung und Sicherung der Existenz der in Bergen-Enkheim ansässigen Gewerbebetriebe und Selbstständigen und Freiberufler. Der Verein ist demokratisch verfasst, überparteilich und überkonfessionell.
Welche Bedeutung hat dieser Paragraph aber im Alltagsleben des Mitgliedes? Da ist in erster Linie an die Schließung der Triebstraße zu erinnern. Hier sehen die Planungsvorhaben der Stadt so aus, dass die Triebstraße im Bereich der Vilbeler Landstraße auf Dauer dicht gemacht werden soll. Selbstverständlich wurden die Betroffenen von der Verwaltung / Planungsinstanz nicht unterrichtet, geschweige in eine Entscheidung mit einbezogen. Der Gewerbeverein veranstaltete unterschiedliche Tagungen, aktivierte die Bürger und machte sehr umfangreiche Vorschläge zum Thema Triebstraße. Darüber hinaus wird die Stadt Frankfurt aufgefordert, in ihre Planungen, den Bereich Triebstraße / Leuchte / Vilbeler Landstraße / Borsigallee betreffend, folgende Punkte miteinzubeziehen: - Erstellung eines Gesamtverkehrsplanes für Bergen-Enkheim.
- Machbarkeitsstudie eines Kreisverkehrs für diesen Bereich abwarten.
Nach der beidseitigen Öffnung der Triebstraße im Bereich der Vilbeler Landstraße, Planung einer maßvollen Verkehrsberuhigung der Triebstraße unter Einbeziehung der Bevölkerung bzw. ihrer Vertreter und Arbeitsgruppen die sich schon jetzt mit der Verkehrsberuhigung und Verschönerung befassen.
- Einbeziehen von Untersuchungen der Stadt / IHK / Einzelhandelsverband
Wir gehen davon aus, dass am Ende, eine für die in der Triebstraße ansässigen Betriebe akzeptable Lösung – auch mit Hilfe einzelner Politiker des Ortsbeirates gefunden wird.
- In den Verhandlungen mit den Behörden und Politikern, ist es natürlich wichtig, im Namen eines starken Vereins. ( z.Zt. 135 Mitgliedsbetriebe ) sprechen zu können.
Diese Stärke nutzt der Verein auch, um zusammen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt, der Industrie und Handelskammer sowie des Einzelhandelverbands sich um die Neuansiedlungen von Betrieben zu bemühen und in Zukunft die Schließung von – für die Nahversorgung wichtigen – Betrieben zu verhindern. Unserer Meinung nach hätten wir mit unserem heutigen Wissen die Schließung von Tengelmann in Bergen verhindern können.
Hier gilt es alle Register zu ziehen!
Sicherlich darf bei der ( nur unvollständigen ) Aufzählung unserer Aktivitäten, die seit Jahren beliebte und von vielen Gewerbetreibenden als Werbeträger genutzte Zeitungsbeilage im „Bergen-Enkheimer“ nicht unerwähnt bleiben. Hier können die Mitglieder zu günstigen Konditionen werben.
Darüber hinaus bieten wir in unregelmäßigen Abständen kostenlose Informationsveran-staltungen an.
In ebenfalls unregelmäßigen Abständen lädt der Gewerbeverein zu seinem Stammtisch ein. Neben dem besseren Kennenlernen der Mitglieder untereinander und der Geselligkeit, steht auch hier der Austausch von Informationen und Erfahrung im Vordergrund.
Aus dem kulturellen Leben Bergen-Enkheims, ist der vom Gewerbeverein ins Leben gerufene „Weihnachtsmarkt“ und das seit 5 Jahren gefeierte „Triebstraßenfest“ nicht mehr wegzudenken.
Diese Veranstaltungen werden von den unterschiedlichsten Gewerbetreibenden gerne genutzt.
Die 2003 zum dritten Mal stattfindende Gewerbeschau bietet allen Gewerbetreibenden eine gute Möglichkeit sich optimal und preisgünstig darzustellen. Für Mitglieder des Gewerbevereins ist die Teilnahme an der Gewerbeschau noch preisgünstiger.
Die scheinbar übermächtige Konkurrenz durch ortsansässige Großunternehmen und die immer größer werdenden Gewerbesteuer- und Abgabenlasten sind immer wieder Gegenstand unserer Arbeit. Dem gilt es, etwas von unserer Seite her entgegenzusetzen. Dass der Einzelne hierbei überfordert ist, dürfte unstrittig sein.
Auch aus diesem Grund brauchen wir einen starken Gewerbeverein. Dessen Stärke ist jedes einzelne Mitglied. Der Sachverstand ist genauso gefragt, wie jede politische Stimme!
Wir werden – hoffentlich zusammen mit Ihnen - weiter nach Wegen suchen, wie wir die sich ständig ändernden Herausforderungen des Marktes am besten annehmen können.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihre Gewinne in der letzten Zeit gestiegen sind. Wenn etwas gestiegen ist, dann sind dies die Belastungen, die jeden Gewinn schmälern. Hinzu kommt, dass der Verbraucher weniger Geld für den Konsum ausgibt! Wir wissen, von was wir reden!
Der Kunde gibt nicht nur weniger Geld aus, sondern wenn er es schon ausgibt, dann muss es ihm Spaß machen. Sie lesen richtig, der Verbraucher will beim Einkaufen Spaß haben! Das geht uns doch genauso! Beurteilen Sie selbst, ob diese Bedingung für die Bergen-Enkheimer Geschäfte zutrifft.
Der Gewerbeverein will dieses positiv beeinflussen. Der Kunde will wissen, wo er was bekommt. Der Gewerbeverein kann es ihm vermitteln. Der Gewerbeverein wird versuchen die Rahmenbedingungen für die Bergen-Enkheimer Gewerbetreiben vorteilhafter zu gestalten. Es sind dies nicht nur die Gewerbesteuer, genauso unbefriedigend ist die Parkplatzsituation in Bergen-Enkheim oder die ständig zur Disposition stehenden Ladenöffnungszeiten, um nur einiges zu nennen. Alles Existentfragen!
Um diese Dinge in die Tat umzusetzen, bedarf es aber nicht nur Ihres finanziellen Beitrages sondern auch Ihrer aktiven Mitarbeit! Ich denke hier weniger an die Aufgaben die jeder Verein zu erfüllen hat, als vielmehr an Ihre Erfahrung als Selbständiger und Beobachter des "Marktes“ Bergen-Enkheim.
Dieses Potential gilt es, für die Gemeinschaft der Gewerbetreibenden nutzbar zu machen. Das wir hierzu nicht allzu viel Zeit haben, wird durch die Tatsache, dass noch weitere Großbetriebe nach Bergen-Enkheim ziehen werden und bereits ansässige Betriebe sich vergrößern wollen unterstrichen. Wir denken, dass es eine Überlegung wert ist, dem Gewerbeverein beizutreten!
Die Mitgliedschaft ist - unserer Auffassung nach - ein vom betriebswirtschaftlichen Denken gebotener Schritt.
In diesem Sinne verbleiben wir zunächst in der Hoffnung auf vielfältiges Engagement.
Ihr
Günther Kraus
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